Boxerfreunde
Boxertreffen in Kressbronn am Bodensee
24.-25 September 2011



Rückblick aufs Boxertreffen vom 24.-25. September 2011 in Kressbronn am Bodensee


Die Idee für das diesjährige Boxertreffen entstand sehr spontan: Graham ein Boxerfreund aus Deutschland hat im August einen 75er Alfasud Lusso gekauft. Nun wollten wir uns einmal treffen um das Auto gründlich zu inspizieren.

Die Bodenseeregion bot sich aus verschiedenen Gründen an: Erstens liegt er etwa auf halber Strecke zwischen Ingoldstadt und Zürich, zweitens habe ich in Ravensburg einen weiteren Alfasud Kollegen und zu guter letzt ist die Bodenseeregion im Herbst wunderschön.

Mit „Claudis Radl Stadl“ kannte ich zudem eine nette Unterkunft die sich für eine solche Veranstaltung bestens eignete.

Obwohl wir das Treffen erst zwei Wochen im Voraus angekündigt haben haben sich dennoch einige Leute mit tollen Alfas angemeldet.

Drei Sprints und drei Berlinas boten ein herrliches Bild für Fans der frühen Modellreihen.

Ausserdem stattete uns Dieter Biburger mit seinen Kollegen der Scuderia Bavarese einen Besuch ab:

Gleich zwei Boxer Raritäten hatten sie dabei, eine wünderschöne Giardinetta mit scharfer Ti-Optik und einen Alfa 33 Sportwagon Q4. Dieses Modell mit permanentem Vierradantrieb wurde meines Wissens nur in Deutschland angeboten.

Dieters Giardinetta ist mit einem Gleich Motor ausgerüstet und zu unserer grossen Freude konnten wir ihn zu einer Probefahrt überreden.
Erste Feststellung: der Kombi bietet vier Erwachsenen wirklich erstaunlich viel Platz. Zweite Feststellung: Der Motor ist eine Wucht!

Auch voll beladen zieht Sud aus dem Drehzahlkeller hoch und beschleunigt den Wagen mit Nachdruck!
Die Akustik bleibt erstaunlich dezent und trotzdem wird einem nach wenigen Kurven klar, dass dieser Sud ein echter Sportwagen ist!
Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für diese eindrückliche Vorstellung.

Nachdem sich die Leute von der Scuderia Bavarese verabschiedet hatten machten wir uns auf den Weg über Goppertsweiler nach Grünkraut. Dort nahmen wir im Gasthof Igel ein deftiges Abendessen zu uns und diskutierten sehr angeregt. Zu später Stunde ging es dann zurück nach Kressbronn wo wir unser Quartier im Radl Stadl bezogen.

Zum ersten Mal an einem Boxerfreunde Treffen war nämlich ein Alfa 145 mit von der Partie! Sara Aschwanden hat das Auto von ihrem Vater zur bestandenen Autoprüfung bekommen. Ein tolles Geschenk wie wir finden!

Neben einem Alfasud wirkt der 145er extrem modern und man ist ziemlich erstaunt wenn beim Anlassen das vertraute Boxerlied ertönt.

Nachdem auch noch Rolf Schnyder von Basel mit seinem Sprint eingetroffen war machten wir uns gegen halb Elf auf eine weitere Ausfahrt.

Dank ortskundiger Führung von Berd Eiberger und Martin Neumann konnten wir ein weiteres Mal die kurvigen Nebenstrassen des Bodensee Hinterlandes in vollen Zügen geniessen. Das Ziel dieser Tour war der Pfänder ob Bregenz.

Durch kleine Weiler ging es von Kressbronn - Schleinsee - Degersee - Achberg - Weißensberg – nach Scheidegg.

Leider konnten wir die weiten Serpentinenstrasse nach Scheidegg nicht angemessen ausfahren, da ein Mercedes Fahrer mit seinem Fahrstil den Verkehr weitgehend zum erliegen brachte. In Scheidegg machten wir einen Halt im Cafe Margrit Fehl. Die Früchtekuchen die es dort im Angebot gibt sind im wahrsten Sinne des Wortes Erste Sahne!

Von Eichenberg (A) ging es rund um den Pfänder. Auf den schmalen erlebten wir einiges:

In einer starken Steigung mussten wir geschlagene zehn Minuten warten weil zwei Besitzer von deutschen Premium Fabrikaten es trotz modernsten Fahr-Assistenz Systemen es nicht fertig brachten ihre Limousinen einigermassen elegant aneinander vorbeizubewegen.

Ein paar Kurven weiter wurde es dann richtig hektisch: Ein Suzuki Vitara mit Pferdeanhänger stand mit rauchender Motorhaube am Strassenrand. Zuerst war nicht eindeutig zu erkennen ob das Auto nur kochte oder ob es sich um einen veritablen Motorenbrand handelte. Aus diesem Grund bin ich gleich rechts rangefahren, habe den Feuerlöscher gezückt und bin losgespurtet. Ich habe selber schon einmal einen Motorenbrand erlebt und weiss deshalb wie wenig Zeit einem im Ernstfall bleibt um zu reagieren.

Zum Glück war jedoch nur der Kühler übergekocht und es konnte Entwarnung gegeben werden. Der Besitzer war trotzdem sehr erfreut als wir aus den Tiefen unserer Kofferräume gleich mehrere Flaschen mit Kühlwasser zaubern konnten.

Zurück in Eichenberg fuhren wir über Lochau zurück nach Lindau- Bad Schachen.

Dort haben wir in der altehrwürdigen Villa Allwind bei bester Seesicht ein exzellentes Mittagessen zu uns genommen.

Am späten Nachmittag trennten sich dann unsere Wege: die deutschen Teilnehmer verabschiedeten sich gegen Norden und wir Schweizer fuhren mit der Fähre zurück in die Schweiz.

Was bleibt sind wunderbare Eindrücke von einem tollen Wochenende und die Erkenntnis dass auch ein kleines Treffen eine tolle Sache sein kann wenn der Rahmen stimmt!